Du brauchst das nicht lesen weil keine wichtigen Informationen darin enthalten sind.

Aktualisiert: 2. Sept 2019

Nicht - Kein - Nein Negationen. Wie Verneinungen unser Gehirn verwirren


Ich gratuliere dir das du hier auf dem Artikel gelandet bist. Vermutlich bist du mir gerade, auf den Leim gegangen.


Tue das NICHT! Ich kann das Nicht. Ich möchte Keine Angst mehr haben. Greif bloss nicht auf die heisse Herdplatte. Sätze, die jeder kennt und vermutlich auch schon einmal selbst geäußert hat bzw gehört. Ein kleiner Selbsttest verrät dir, wie Menschen Verneinungen sprachlich verarbeiten. Befolge dazu einfach folgendes Szenario:


Bitte stell dir jetzt keine rote Rose vor.

bzw. Denke nicht an einen rosa Elefanten.


Wir verneinen Verneinungen

Das menschliche Gehirn kann Wörter wie „nicht“, „nein“ oder „keine“ nur schwer verarbeiten, somit kommen diese Informationen foglich im Unterbewusstsein unter verminderten eingeschränkten Umständen an. Grund dafür sind fehlende Abstraktionen und Konzepte für Verneinungen. Bei der Verarbeitung wird automatisch der Fokus auf Handlung und die in eine Handlung einbezogenen Personen oder Objekte gelegt. Für das obige Beispiel wäre das die Rose. Bzw. Elefant. Da es dafür kein negatives bzw. verneintes Pendant gibt, können sie die Verneinung im Beispiel nicht bildlich im Kopf abzeichnen.


Komisch, nicht ? ...

Unser Gehirn kann NICHT-Anweisungen NICHT verarbeiten

Das menschliche Gehirn ist auf das „Ja“ programmiert. Negationen können vom menschlichen Gehirn nur über Umwege verarbeitet werden. Negationen sind Verneinungen, es geht also beispielsweise um die Wörter „nicht“ und „kein“.

Bilder, die in unserem Kopf entstehen, sind immer positiv. Deshalb hattest du soeben ein Bild von einem Rosa Elefanten vor Augen. Ein negatives Bild kann im Kopf nicht entstehen, außer man streicht das positive Bild „mit einem Rotstift“ durch. Erst jetzt wissen wir, dass ein „nicht“, also eine Verneinung, gemeint ist.

Wenn unser Gehirn eine Botschaft falsch versteht

Unser Gehirn besteht aus zwei Hälften. Bei Rechtshändern ist die linke Gehirnhälfte für die Logik und die Linearität verantwortlich. Sie verarbeitet Sachinformationen. Mit der rechten Gehirnhälfte verarbeiten wir Bilder, Emotionen und Erlebnisse.

Amerikanische Wissenschaftler der Tufts University (Medford, Massachusetts) haben eine Studie durchgeführt, in der sie untersuchten, wie sprachliche Verneinungen unser Gehirn fordern. Sie setzten Testpersonen Elektroden auf die Kopfhaut und ließen sie verschiedene verneinte Sätze lesen. Diese Gehirnaktivitäten von unterschiedlichen Probanden, wurden mittels EEG aufgezeichnet und ausgewertet.

Raus kam, wenn man Verneinungen, wie die obige hört, kommt links die Botschaft logisch richtig an, doch mit der rechten Gehirnhälfte sehen und erlebt sieht man im selben Moment den rosa Elefanten. Die rechte Gehirnhälfte versteht also keine Negationen. Verneinungen sind folglich Doppelbotschaften: Links kommt etwas Anderes an als rechts. Somit stiftet man also Verwirrung im Gehirn. Die Forscher schlussfolgern, dass das Gehirn durch zwei unterschiedliche Meldungen verwirrt wird, wodurch die endgültige Verarbeitung verlangsamt bzw. gestört ist.


Was haben wir von dieser Erkenntnis?

Versuche, künftig Aussagen positiv darzustellen! Du wirst überrascht sein, wie einfach und erfolgreich Botschaften sein können und wie die Umwelt plötzlich positiv darauf reagiert. Man erlebt wesentlich weniger Kommunikations-Missverständnisse und mehr Freude am Umgang mit anderen Menschen!


Hier einige Beispiele, wählen Sie Ihren Favoriten aus:

NICHT-Formulierung: Lauf nicht auf die Straße!

Gehirn-gerecht: Stopp! Bleib stehen!


NICHT-Formulierung: Du brauchst keine Angst haben

Gehirn-gerecht: Du kannst dir sicher sein und schaffst das. NICHT-Formulierung: Diesen Kunden dürfen wir auf keinen Fall verlieren!

Gehirn-gerecht: Dieser Kunde ist wichtig für uns. Bitte erstellen Sie ein Konzept, das es für den Kunden attraktiv macht, eine dauerhafte Partnerschaft mit uns einzugehen.


NICHT-Formulierung: Bei den ersten drei Sätzen darf ich mich auf keinen Fall wieder versprechen.

Gehirn-gerecht: Konzentration! Die ersten drei Sätze sind wichtig, es wird wird mir diesmal sicherlich gelingen.


Diese Ergebnisse liefern nicht nur einen Erkenntniszuwachs für Kommunikationswissenschaftler, Linguisten und Psychologen, sondern können auch von jedem einzelnen persönlich genutzt werden, um beispielweise Gespräche zu vereinfach und ihnen sogar einen positiven Hauch zu verleihen. Verzichte im Alltag auf Verneinungen, beispielsweise indem man in Zukunft lieber mehr

„Das ist richtig.“ anstatt „Das ist nicht verkehrt.“ Sagt.


Für weitere Informationen und Fragen buchen Sie

Jetzt mit einem Klick Ihr kostenfreies Erstgespräch.

Ich freue mich auf Sie !!






153 Ansichten

Jetzt Newsletter anmelden

Inhaber:

Christian Schiermayer

Mental Change Management & Coaching

Tel: 076 816 16 06

Impressum

Datenschutz

AGB

Mitgliedschaft :

Dachverband für Hypnose.

Dachverband für Persönlichkeitstraining.

National Guild of Hypnotists.

Society of NLP.