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Faszination Hypnose

Aktualisiert: 13. Juni 2022

Wer Hypnose hört, schaudert ein wenig. Eine Urangst ist damit verbunden. Immer noch denkt man an okkulte Sitzungen, in denen wehrlose Opfer in totalem Kontrollverlust als gefügige Marionetten anderer Leute Befehle ausführen und sich danach nicht einmal daran erinnern können. Doch anders als in Zirkusshows und im TV hat die Hypnose einiges zu bieten: Heilen in Trance ist weder Scharlatanerie noch mystische Spinnerei. Hypnose ist ein wiederentdecktes Werkzeug, das immer mehr auf positive Resonanz stößt und selbst in der Schulmedizin seine Erfolge feiert.


Wie genau lässt sich dieses Phänomen definieren?

Hypnose ist ein natürlicher Zustand, den wir normalerweise mehrmals täglich erleben, ohne es zu merken oder ihn als solchen zu identifizieren.

Hypnose bedeutet, dass man nicht alles aufnimmt, sondern seine geistige Aktivität herunterfährt und nur den Teil, der einen interessiert, fokussiert wahrnimmt. Selbst beim Lenken eines Autos beziehungsweise beim Lesen eines Buches ist es geläufig, in einer erhöhten Form der Konzentration zu sein. Man kann diesen Zustand als natürliche Trance bezeichnen.

Wir haben alle schon Situationen und Momente erlebt, in denen man sagt:

„Die Zeit ist wie im Fluge vergangen“, oder „Man hat die Welt rundherum um sich ausgeblendet“.


Die American Society of Clinical Hypnosis definiert diese Konzentration wie folgt:

Man stelle sich vor, man befindet sich in einem hellen Raum. Dort sieht man verschiedene Objekte wie z. B. Tisch, Stuhl, Bilder und mehrere Gegenstände. Und nun stelle man sich vor, man befindet in genau demselben, nun absolut dunklen Raum, und richtet den Fokus einer Taschenlampe auf das Objekt seines Interesses.


Hypnose ist so gesehen ein entspannter Zustand der nach innen gerichteten Konzentration. Das Unterbewusstsein tritt in den Vordergrund und das Bewusstsein wird „zurückgedrängt“.


Ist Hypnose der Problemlöser?

Hypnose ist definitiv kein Allheilmittel, sondern erfordert den Wunsch nach einer Veränderung. Schmerzen, Alltagssorgen und Probleme können durch dieses Verfahren in den Hintergrund treten und die Psyche wird flexibler. Vor allem bei einer Reihe von Verhaltensproblemen kann Hypnose positive Erfolge aufzeigen. Hypnose zur Rauchentwöhnung, zum Abnehmen oder zum besseren Einschlafen können den Klienten dabei helfen, kreativ an die individuelle Problemlösung heranzugehen. Hypnose kann dabei helfen, Raucher zu Nichtrauchern zu machen, indem in der Hypnosesitzung die Vorteile des Nichtrauchens schmackhaft gemacht werden. Nach dem gleichen System ist es möglich, das Ziel der Gewichtsreduktion durch Hypnose zu verfolgen. In der Suggestion wird dem Klienten das Zielgewicht vermittelt und dadurch das Unterbewusstsein darauf programmiert.


Tue ich in Hypnose etwas gegen meinen Willen beziehungsweise verrate ich Geheimnisse?

Man kann sich sicher sein, dass man unter Hypnose tut, was man sonst nicht auch tun würde. Niemand ist außerdem gegen seinen Willen hypnotisierbar. Mitarbeit und Kommunikation des Klienten sind unerlässlich. Ebenso ist das Unterbewusstsein geschützt gegen Suggestionen, die den eigenen moralischen Grundsätzen widersprechen. In Hypnose werden keine Dinge oder Geheimnisse verraten beziehungsweise ausgesprochen, die man nicht auch in einem normalen oder wachen Zustand erzählen würden. Der Grund dafür ist, dass das Gehirn auch während der Hypnose vollständig funktioniert. Dadurch haben Menschen in Hypnose immer die Wahl, das eine oder das andere zu sagen oder sogar ganz einfach zu schweigen. Die Einleitung des Zustands geschieht auch nicht durch den unwiderstehlichen Blick eines allmächtigen Hypnotiseurs, sondern durch geschickte Anweisungen des erfahrenen Therapeuten.


Ist Hypnose wissenschaftlich anerkannt?

Kurzum gesagt: Ja. Viele Funktionen des Gehirns können zwar bis heute nicht eindeutig erklärt werden. Und doch ist durch Forschungen festgestellt worden, dass das Gehirn im hypnotischen Trancezustand veränderte Aktivitäten aufzeigt. Eine im American Health Magazine veröffentlichte Studie hat folgende Resultate ergeben:


  • Psychoanalyse: 38 % Genesungen nach 600 Sitzungen

  • Verhaltenstherapie: 72 % Genesungen nach 22 Sitzungen

  • Hypnosetherapie: 93 % Genesungen nach 6 Sitzungen

Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit Hypnose gemacht? Schreib Sie mir eine Nachricht.


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Quellennachweis Studie:


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